Pensionskasse Musik und Bildung

Akuter
Handlungsbedarf

Die Altersvorsorge in der Schweiz steht heute vor grossen Herausforderungen, die zwingend in absehbarer Zeit mit wirksamen Massnahmen bewältigt werden müssen, um die Finanzierung der Renten der ersten und zweiten Säule auf Jahre hinaus zu sichern:

Demografische Veränderungen

Zahl der Personen im Rentenalter nimmt laufend zu

Gemäss den Szenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) verändert sich die Alterspyramide in den nächsten dreissig Jahren stark. Die Spitze der Alterspyramide verbreitert sich gemäss allen Szenarien immer weiter, was bedeutet, dass die Zahl der Personen im Rentenalter ständig zunehmen wird und Rentnerinnen und Rentner länger eine Rente beziehen.

  • Durch die höhere Lebenserwartung reicht das während des Erwerbslebens in der 2. Säule angesparte Vermögen nicht für die finanzielle Absicherung im Rentenalter.
Zahl der Personen im Rentenalter nimmt laufend zu
(Quelle: www.bsv.admin.ch)

Verhältnis Rentner – Erwerbspersonen entwickelt sich ungünstig

Die Zahl der 65-Jährigen und Älteren je 100 Erwerbspersonen im Alter von 20-64 Jahren wird gemäss allen Szenarien stark ansteigen. Während heute auf 100 Erwerbspersonen rund 33 65-Jährige und Ältere gezählt werden, wird sich die Zahl bis zum Jahre 2045 auf rund 55 (Referenzszenario) erhöhen.

  • Immer weniger Erwerbstätige müssen in der 1. Säule die Renten von immer mehr Rentnerinnen und Rentnern, die zudem länger leben, finanzieren.
Verhältnis Rentner – Erwerbspersonen entwickelt sich ungünstig
(Quelle: www.bsv.admin.ch)

Die oben dargestellten demografischen Veränderungen stellen die Altersvorsorge vor grosse Probleme. Die Menschen werden immer älter und können ihre Altersvorsorge länger geniessen. Damit Einnahmen und Ausgaben auch in Zukunft im Lot sind und auch künftige Generationen in den Genuss der Errungenschaften der Sozialwerke kommen, ist eine Reform der Altersvorsorge zwingend. Scheitert die Altersreform 2020, ist die finanzielle Stabilität der ersten und zweiten Säule gefährdet.

Entwicklungen an den Finanzmärkten

Das tiefe Zinsniveau und die damit verbundenen schlechten Anlagemöglichkeiten auf dem Kapitalmarkt führen zu einer starken Verringerung der Kapitalerträge:

  • Der AHV-Ausgleichsfonds erreicht die notwendige Rendite nicht, was zu einem Rückgang der Erträge führt.
  • Die Erträge auf dem Alterskapital der Pensionskassen reichen nicht aus, um das Leistungsversprechen einzuhalten und die Renten mittelfristig zu finanzieren.

Gesellschaftliche Veränderungen

Vor dem Hintergrund der demografischen Verschiebungen verändern sich gleichzeitig die Bedürfnisse der Menschen:

  • Nur noch ein Viertel geht zum Zeitpunkt des AHV-Alters in Pension.
  • Viele wünschen sich flexiblere Lösungen für den Übergang in den Ruhestand oder sind gar darauf angewiesen.